Politischer Forderungskatalog des VDR

183 Millionen Mal ordneten deutsche Unternehmen im Jahr 2016 eine Dienstreise an. Sie gaben dafür 51,6 Milliarden Euro aus. Geschäftsreisende müssen in Deutschland unbedingt als Wirtschaftsfaktor erkannt werden. Ihre Mobilität sichert nicht nur Jobs in Unternehmen und der Geschäftsreisebranche selbst, sondern auch bei Dienstleistern wie Hotels und Restaurants und dem ortsansässigen Einzelhandel. So wird in Deutschland zum Beispiel für Hotel-Übernachtungen jeder zweite Euro von einem Geschäftsreisenden ausgegeben.

Ineffizienzen der Reiseprozesse wie Warteschlangen an Sicherheitskontrollen, Verspätungen aber auch unklare Reisekostengesetze führen ebenso wie zusätzliche Abgaben und Gebühren zu direkten Kosten bei den Unternehmen. Reduzieren deutsche Unternehmen ihre Reisetätigkeit, beeinträchtigt dies die Produktivität der deutschen Wirtschaft und hat zudem unmittelbare Auswirkungen auf die hiesige Reiseindustrie.

Wahlprüfsteine 2017 veröffentlicht

Geschäftsreisen sind ein immenser Wertschöpfungsfaktor: Deutsche Unternehmen geben für Reisen ihrer Mitarbeiter jährlich mehr als 50 Milliarden Euro aus. Das betriebliche Mobilitätsmanagement kümmert sich um die Interessen der Unternehmen und der Mitarbeiter in Fragen der Nachhaltigkeit, Sozialverantwortung, Sicherheit, Datenschutz und Kosteneffizienz. Klar ist: Wo Reisehindernisse entstehen, wird Business bald nicht mehr „as usual“ funktionieren. Der VDR sieht sich als Dialogpartner für die Politik, um gemeinsam an Lösungsansätzen für die drängendsten Zukunftsfragen zum zu arbeiten.

Für die Bundestagswahl 2017 haben wir die wichtigsten Forderungen und Empfehlungen zum Thema geschäftliche Mobilität zusammengefasst.

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Worum geht es dem VDR und seinen Mitgliedern im Einzelnen?

Mobilität und Intermodalität

  • Umsetzung eines Emissionshandels in der Luftfahrt ohne Wettbewerbsnachteile für europäische Airlines
  • Bedarfsgerechter und vorausschauender Ausbau des Straßen- und Schienennetzes zur Vermeidung von Staus und Verspätungen
  • Verstärkte Finanzierung von Infrastrukturprojekten (Nutzung von Public Private Partnership-Modellen)
  • Zügiger Umsetzung von „Single European Sky“
  • Ausbau des Open Sky Abkommens
  • Institutionelle Stärkung des Themas Geschäftsreisen: Ergänzung des Titels des Referats II A 4 um den Zusatz „Geschäftsreisen“ und Schaffung eines eigenen Ansprechpartners für den Geschäftsreisebereich

Steuern, Gebühren und Abgaben

  • Abschaffung der Luftverkehrsteuer
  • Vollständige Abschaffung der kommunalen Übernachtungsabgabe bzw. unbürokratische Handhabung der Nachweispflicht für Geschäftsreisende
  • Keine einseitige Belastung durch nationale Kerosinbesteuerung
  • Keine nationalen Alleingänge bei der Einführung neuer Steuern und Gebühren

Datenschutz

  • Passagierdaten sind entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen zu behandeln
  • Verbindliche Definition der Eigentumsrechte an Reise- und Buchungsdaten
  • Sammlung und Verarbeitung der Daten ausschließlich durch zertifizierte Stellen
  • Befristete Aufbewahrung der Daten

Sicherheit

  • Sicherstellung der Finanzierung und Gewährleistung von Sicherheit. Dabei gilt: Soviel Sicherheit wie nötig, so wenig Kontrolle wie möglich
  • Abfertigungsprozesse am Boden müssen einer ständigen Prüfung und Weiterentwicklung unterworfen werden
  • Neue Sicherheitsbestimmungen müssen mit einer „Sunset Rule“ ausgestattet sein. Gültigkeit und Dauer einzelner Bestimmungen müssen festgelegt werden

Administration/Prozesse

  • Weitestgehende Liberalisierung der Einreisebestimmungen für Geschäftsreisende /Überprüfung der Visavergabe-Praxis durch deutsche Behörden im Ausland
  • Bürokratieabbau bzgl. Reisekostenrecht: Überprüfung und die mögliche Überarbeitung der Pauschbeträge für deutsche Unternehmen im Ausland, Entschärfung der Vorschriften für die Aufbewahrungsfristen von Reisekostenabrechnungen
  • Verfahren bei Vorsteuerabzug zu vereinfachen

Aus- und Weiterbildung

  • Geeignete Maßnahmen zur kontinuierlichen Stärkung der Bildungsoffensive Business Travel Management

Nachhaltigkeit/CSR

  • Keine nationalen Alleingänge in der Klimapolitik

 

 

Ihr Ansprechpartner

Hans-Ingo Biehl

Hauptgeschäftsführer
Mitglied des Präsidiums

069 695229 20

biehl@vdr-service.de

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Seit 2002 beim VDR sorgt er mit seinem Team für professionelle Entlastung des Ehrenamts.

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