Bewusstsein stärken

1. Regulatorische Vorgaben

Es tut sich was, und Unternehmen sollten nicht nur, sondern müssen vor dem Hintergrund verschärfter Klimaschutzgesetze und Anforderungen auf EU-Ebene Transparenz in Ihre Treibhausgas-Emissionen bringen. Dies betrifft auch Dienstreisen, den eigenen Fuhrpark, geleaste Dienstfahrzeug sowie  Strom für E-Fahrzeuge und das Pendeln. Das Gesetz dahinter tritt ab dem 1. Januar 2024 in Kraft. Das „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD) der EU ist dann verpflichtend für alle Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden, und zwar rückwirkend für das Geschäftsjahr 2023. 

Dazu kommt ab 2023 noch das Lieferkettengesetz, welches im Bereich geschäftliche Mobilität neue Anforderungen bei der Auswahl von Dienstleistern unter sozialen und ökologischen Gesichtspunkten stellt. Zusätzlcih finden sich eine Reihe weiterer Ziele und Verpflichtungen weltweit und in Deutschland, die herangezogen werden sollten (z.B. UN-SDG oder Klimagesetz in D).

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2. C-Level Awareness

Viele Unternehmen beschäftigen sich aktuell mit Nachhaltigkeit und diesbezüglich der eigenen strategischen Ausrichtung. Die Strategie und deren Umfang sollte aufgrund der geschäftlichen Tragweite auf C-Level-Ebene definiert und verantwortet werden.

Für Unternehmen, die geschäftlich mobil sind, ist dringend empfohlen, auch die Unternehmensmobilität nachhaltig zu gestalten. Diese Empfehlung leitet sich auch aus kommenden regulatorischen Vorgaben ab. 
Das vorliegende Papier, das im Rahmen der Initiative #VDRNxT des Verbands Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR) entstanden ist, soll Bewusstsein hierzu schaffen und als Entscheidungshilfe dienen. 
Neben den unternehmensinternen Mobilitätsmanager:innen lohnt es sich, weitere unternehmensinterne Stakeholder, sowie je nach vorhandenem Know-How und der Ausrichtung der eigenen geschäftlichen Mobilität externe Expertise bspw. des VDRs oder von Anbietern aus der Mobilitätsbranche zu involvieren. 

Die Einbindung der geschäftlichen Mobilität in die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens bedarf evtl. einer Neuausrichtung der Reiserichtlinien und Vorgaben. Hierbei ist es wichtig, diese transparent zu kommunizieren, um gewünschte Akzeptanz und Umsetzung im Unternehmen zu erreichen. Empfehlenswert ist, den Bereich Mobilität im Gesamtkontext der ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens zu kommunizieren und diesen als wesentlich Bestandteil zu platzieren.

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3. Mitarbeiterkommunikation

Bewusstsein für nachhaltiges Handeln im Unternehmen schaffen

Wie erreiche ich meine Mitarbeiter zur Förderung nachhaltiger geschäftlicher Mobilität?

Um Dinge anders zu machen, zu treiben und umzusetzen braucht es stets Change Management. Dabei ist die Kommunikation, nach außen, nach innen und mit allen Stakeholdern ein zentrales Schlüsselelement. Beim Thema Nachhaltigkeit ist das nicht anders, es muss gelebt werden und ein Mindset unter den Mitarbeitern geschaffen werden, um Maßnahmen mitzutragen und eigenverantwortlich zu handeln. Nicht starre Verbote, sondern Identifikation und Traveler Engagement schaffen den Erfolg zur Umsetzung von Maßnahmen zur Förderung von nachhaltiger geschäftlicher Mobilität.