82 Prozent würden digitalen Gesundheitspass nutzen

Reisende | Verband Deutsches Reisemanagement e.V.

Eine von Amadeus in Auftrag gegebene und von Censuswide durchgeführte Studie liefert ermutigende Nachrichten für die Branche: 26 Prozent der deutschen Reisenden wollen innerhalb von sechs Wochen nach Aufhebung der Beschränkungen internationale Reisen buchen. Hinsichtlich der Technologie, die das Vertrauen der Reisenden in den nächsten 12 Monaten am meisten stärken würde, nennen 39 Prozent mobile Anwendungen, die Benachrichtigungen und Warnungen bieten.

Während Regierungen und die Reisebranche die Vorteile von digitalen Gesundheitspässen prüfen, ist die Botschaft der Reisenden eindeutig: Digitale Gesundheitspässe können ein wichtiges Instrument zur Wiederaufnahme des Reisens sein. Laut einer von Amadeus in Auftrag gegebenen Studie würden 91 Prozent der weltweit befragten Reisenden einen digitalen Gesundheitspass für zukünftige Reisen nutzen.

Die Umfrage ist ein Beleg dafür, die Pläne für digitale Gesundheitspässe zu beschleunigen. Eine weitere positive Nachricht für die Branche ist, dass 26 Prozent der befragten Deutschen angaben, innerhalb von sechs Wochen nach Aufhebung der Beschränkungen internationale Reisen zu buchen – eine Bestätigung dafür, dass die Reiselust der Deutschen weiterhin groß ist.

Die Umfrage unter 9.055 Reisenden in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Russland, Singapur, Spanien, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten enthält auch einen Hinweis zur Sorgfaltspflicht, den die Branche berücksichtigen sollte: 93 Prozent der Befragten haben Bedenken, wie ihre Gesundheitsdaten anlässlich einer Reise gespeichert würden.

82 Prozent der deutschen Reisenden wären mit der Nutzung eines digitalen Gesundheitspasses für künftige Reisen einverstanden. Dies umfasst folgende Aspekte:

  • 62 Prozent der Reisenden wären dazu bereit, ihre Gesundheitsdaten elektronisch zu speichern, wenn sie dadurch den Flughafen schneller und mit weniger persönlichen Kontakten passieren könnten.
  • 58 Prozent der Reisenden wären bereit, ihre Gesundheitsdaten elektronisch zu speichern, wenn sie dadurch mehr Reiseziele ansteuern können. 
  • 50 Prozent der Reisenden würden eher ihre Gesundheitsdaten weitergeben, wenn die Fluggesellschaften, mit denen sie am häufigsten reisen, eine Möglichkeit zur Speicherung ihrer Gesundheitsdaten anbieten würden.

Bei der Frage nach der Bereitschaft, digitale Gesundheitsdaten zu speichern und zu teilen, zeigt die deutsche Umfrage folgende Ergebnisse:

  • Die größten Bedenken, die deutsche Reisende in Bezug auf die Datenspeicherung haben, sind der Mangel an Transparenz und Kontrolle darüber, wie Daten geteilt werden (40 Prozent), Sicherheitsrisiken für den Fall, dass persönliche Informationen gehackt werden (35 Prozent) und hinsichtlich des Datenschutzes, welche Gesundheitsinformationen geteilt werden müssen (35 Prozent). 

Die Umfrage untersuchte auch, welche Lösungen die Bedenken im Zusammenhang mit digitalen Gesundheitsdaten und künftigen Reisen verringern könnten.

  • 48 Prozent der Befragten würden eher Gesundheitsdaten in einer App speichern, wenn ein Reiseunternehmen mit einem vertrauenswürdigen Gesundheitsdienstleister zusammenarbeiten würde.
  • Eine Reise-App, die während der gesamten Reise genutzt werden kann, würde das gesamte Reiseerlebnis erheblich verbessern (28 Prozent), den Reisenden die Gewissheit geben, dass alle Informationen an einem Ort sind (36 Prozent) und den Stress rund um die Reise reduzieren (34 Prozent).
  • Fast die Hälfte der deutschen Reisenden (47 Prozent) würde mit der Nutzung eines digitalen Reisepasses einverstanden sein, wenn er von den meisten Ländern akzeptiert würde und durch internationale Standards geregelt wäre. Wenn nur COVID-19-spezifische Daten in einem Gesundheitspass enthalten wären, würden 44 Prozent aller Reisenden zustimmen. 

Die Studie ist die zweite in einer Reihe von Umfragen unter Reisenden, bei denen Amadeus regelmäßig die Stimmung und die Sorgen der Reisenden untersucht, um der Branche zu helfen, das Reisen auf die effektivste Weise neu zu gestalten. Die Umfrage „Rethink Travel 2020“ hat gezeigt, wie Technologie dazu beitragen kann, das Vertrauen der Reisenden zu stärken. Amadeus hat diese Frage erneut aufgegriffen, um zu prüfen, wie sich das Vertrauen der Reisenden seit September 2020 verändert hat. 91 Prozent der Reisenden sagen jetzt, dass Technologie ihr Vertrauen in das Reisen erhöhen wird – ein Anstieg von 84 Prozent im September 2020.

Bei der Frage, welche Technologie das Vertrauen in die Reise in den nächsten 12 Monaten erhöhen würde, wurden von den Befragten in Deutschland mobile Lösungen als eine beliebte Option hervorgehoben. Die drei Top-Technologien sind:

  • Apps für Benachrichtigungen und Warnungen während der Reise (39 Prozent) 
  • Kontaktloses Bezahlen zum mit Beispiel Apple, Google Pay, Paypal, Venmo (39 Prozent) 
  • Mobiles Boarding wie zum Beispiel die Bordkarte auf dem Smartphone (37 Prozent). 

„Die Auswirkungen von COVID-19 werden die Art und Weise, wie wir in den kommenden Monaten und möglicherweise Jahren reisen, verändern, so wie sie auch unseren Alltag beeinflussen“, sagt Monika Wiederhold, Executive Vice President Airlines, Central and Eastern Europe and Global Program Lead Safe Travel Ecosystem bei Amadeus. “Trotz der Unwägbarkeiten stimmt mich diese Untersuchung optimistisch, dass wir das Reisen besser als bisher gestalten können. Die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen und unserer Branche ist ein entscheidender Faktor, dass wir wieder reisen können. Um das Vertrauen der Reisenden wiederherzustellen, müssen wir die Erwartungen der Reisenden entsprechend den Ergebnissen der Studie erfüllen und Technologien für die Gestaltung einer sicheren und reibungslosen Reise nutzen."

„Diese Studie unterstreicht einmal mehr die Schlüsselrolle, die Technologie bei der Neugestaltung des Reisens einnehmen wird“, sagt Christophe Bousquet, Chief Technology Officer bei Amadeus. „Wir sehen seit unserer letzten Umfrage eine Verschiebung, da Reisende nun mehr Wert auf mobile und berührungslose Technologie legen – entscheidende Faktoren, die das Vertrauen der Reisenden eindeutig stärken werden“, ergänzt Bousquet. „Es ist wichtig zu verstehen, dass Reisende offen sind für digitale Gesundheitspässe und die Weitergabe ihrer Daten während der Reise, wenn die richtigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Wir bei Amadeus setzen uns dafür ein, gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern eine bessere Branche zu schaffen.“

Um weitere Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie die Reisebranche wieder aufgebaut werden kann, hat Amadeus eine Studie in Auftrag gegeben, um mehr über die größten Bedenken der Reisenden in Bezug auf digitale Gesundheitsdaten, ihre Einstellung hinsichtlich der Weitergabe und Speicherung ihrer Daten und die Lösungen zu erfahren, um ihre Bedenken für zukünftige Reisen zu verringern. Weitere Ergebnisse der Umfrage sind dem globalen und den länderspezifischen Reports sowie Infografiken finden Sie hier.

Umfragemethode

Die Umfrage wurde Ende Februar 2021 von dem globalen Marktforschungsunternehmen Censuswide durchgeführt, um die Stimmung der Reisenden im Hinblick auf COVID-19 in Bezug auf digitale Gesundheitsdaten und -technologien zu ermitteln, die die Neugestaltung des Reisens unterstützen. 

Die Ergebnisse basieren auf 9.055 Befragten mit Wohnsitz in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Russland, Singapur, Spanien, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die in den letzten 18 Monaten ins Ausland gereist sind (mit einem Minimum von 1.000 Befragten pro Markt). 

Die Feldarbeit wurde zwischen dem 18. und 26. Februar 2021 durchgeführt. Censuswide beschäftigt Mitglieder der Market Research Society, die auf den ESOMAR-Prinzipien basiert.

Referenz: Generation Z = 16-24 Jahre; Millennials = 25-39 Jahre; Generation X = 40-54 Jahre; Boomers = 55-74 Jahre; 75+ Silent Generation

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René Vorspohl | VDR
René VorspohlPR & Kommunikation | Pressesprecher
Verena Pingel | VDR
Verena PingelReferentin Digitale Medien