VDR-Fachausschuss Hotel: Auch auf Reisen Hygienevorgaben einhalten – Keine Forderungen nach reduzierten Tarifen

Business während und nach Corona | Verband Deutsches Reisemanagement e.V.

Das Hotelgewerbe in Deutschland setzt wie viele andere Dienstleister alles daran, so schnell wie möglich zurück zu einer neuen Normalität mit Corona zu finden. Zusätzlich appelliert der Fachausschuss auch an die Reisenden, sich auf veränderte Gegebenheiten einzustellen. Anbieter und Travel Manager kommunizieren bestmöglich im Vorfeld, dennoch sind auch stets die Hinweise vor Ort zu beachten. In der neuen Normalität ist es zudem wichtig, dass sich Hotellerie und ebenso alle Reisenden darauf einstellen, dass angeordnete Auflagen kurzfristig geändert oder angepasst werden können und denen entsprechend Folge zu leisten ist. Von Bundesland zu Bundesland, teilweise sogar von Stadt zu Stadt existieren unterschiedliche Anforderungen, die dazu dienen, die Gesundheit aller bestmöglich zu schützen. In der neuen Normalität ist Flexibilität und ein gemeinschaftliches Verständnis füreinander gefragt.

Travel Manager im Fachausschuss Hotel planen derzeit überwiegend, bestehende Hotelverträge zu verlängern. Forderungen der Unternehmen nach reduzierten Tarifen, wie unlängst von HRS auf Basis einer eigenen Umfrage prognostiziert, stehen demnach nicht zur Debatte. Ausschreibungen würden laut Fachausschuss  im Wesentlichen erst 2021/2022 stattfinden, da sich die Kalkulationsgrundlage durch die Corona-Krise unabsehbar verändert habe. HRS wird den Sourcing-Prozess im Juni mit ausgewählten Kunden starten. Die überwiegende Anzahl der Geschäftskunden starten ihre Ausschreibungen dann voraussichtlich im dritten Quartal 2020.

Der Fachausschuss Hotel betont, dass Kommunikation und partnerschaftliche Vertragsverhandlungen das A und O in dieser Zeit seien. Dazu zähle auch, dass viele Unternehmen nicht auf die Weitergabe der Mehrwertsteuersenkungen bestehen wollen, sofern es die Wirtschaftslage des eigenen Unternehmens zulasse. Die Anwendung der geplanten Mehrwertsteuersenkungen auf Veranstaltungspauschalen etc. ist noch nicht abschließend geklärt. Der VDR steht hier auch in engem Kontakt mit dem Hotelverband IHA.

Ein positives Signal für die Hotellerie ist ebenfalls, dass viele Unternehmen dafür plädieren, die höheren Raumkosten bei Veranstaltungen aufgrund des neuen Platzbedarfs nicht alleine auf die Hotellerie abzuwälzen. Kosten für die Umsetzung von Hygienekonzepten seien seitens der Hotellerie noch nicht in die vereinbarten Kosten mit eingerechnet. Wichtig sei es, die Situation gemeinschaftlich zu meistern, damit auch in Zukunft ein breitgefächertes Angebot und Kapazitäten für die Geschäftsreisebranche bestehen bleibt.

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René Vorspohl | VDR
René VorspohlPR & Kommunikation | Pressesprecher
Verena Pingel | VDR
Verena PingelReferentin Digitale Medien