6. März 2020

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vor dem Hintergrund zunehmender Besorgnis angesichts der Coronavirus-Epidemie wollen wir Ihnen auf Basis der >>Ergebnisse unserer aktuellen Mitgliederumfrage einige Tipps und Empfehlungen zum Umgang mit dem Virus geben. Selbstverständlich wird Ihr Unternehmen bereits eigene Maßnahmen getroffen haben, um Mitarbeiter und Reisende bestmöglich über Risiken aufzuklären und vor ihnen zu schützen. Dennoch sehen wir es als Teil unseres Serviceangebots, hilfreiche Informationen aus dem Verbandsnetzwerk mit Ihnen zu teilen.  

Grundsätzlich sieht der VDR in der Gesundheit und Sicherheit von Geschäftsreisenden oberste Priorität im Rahmen der unternehmerischen Fürsorgepflichten. Gleichzeitig muss Ihr Unternehmen das laufende Geschäft sichern, die Produktion aufrechterhalten, Dienstleistungen erbringen und Kunden weiter beliefern. 

Wir möchten Ihnen daher gerne einige Hinweise zu Instruktionen, Leitlinien und Maßnahmen weiterleiten, die derzeit in VDR-Mitgliedsunternehmen angewendet werden, um Mitarbeiter und Reisende bestmöglich zu schützen. 

Hygiene & Ansteckungsvermeidung

  • Basierend auf den >>Hinweisen des Robert Koch-Instituts (RKI) und den >>Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird empfohlen, sich streng an die Hygienevorschriften zu halten. Häufiges und gründliches Händewaschen mit Seife ist die beste Methode, um Infekte zu vermeiden, einschließlich des Coronavirus. Auf Händeschütteln sollte verzichtet werden. 
  • Viele VDR-Unternehmen bitten Mitarbeiter, die von einer privaten oder dienstlichen Reise aus einem der vom >>RKI definierten Risikogebiete zurückkehren, vorsichtshalber 14 Tage lang von zuhause aus zu arbeiten. Die Länderliste wird durch das RKI fortlaufend an aktuelle Entwicklungen angepasst.
  • Zudem wird ungeachtet kürzlicher Reisen darum gebeten, bei Symptomen wie zum Beispiel Fieber oder Husten umgehend den Hausarzt und die jeweilige Führungskraft telefonisch zu kontaktieren (hausärztlicher Bereitschaftsdienst Tel. 116117) und bis zu einer bestätigten Diagnose nicht an den Arbeitsplatz zurückzukehren.
  • Mitarbeiter, die in engem Kontakt mit einer nachweislich infizierten Person gewesen sind, sollen für mindestens 14 Tage nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehren und sich mit ihrer Führungskraft in Verbindung setzen.
  • Zur Verbesserung der Hygiene am Arbeitsplatz stellen die meisten Unternehmen aktuell Anweisungen zum „richtigen“ Händewaschen, eine „Nies- und Hustenetikette“ sowie zusätzliche Möglichkeiten zur Hände- und Oberflächendesinfektion bereit. 

Reisebeschränkungen und interne Meetings 

  • Die meisten Firmen bitten ihre Mitarbeiter, bis auf weiteres keine Reisen in und aus den am stärksten betroffenen Ländern zu unternehmen. Alle anderen inländischen und internationalen Dienstreisen sollten sorgfältig auf ihre Notwendigkeit hin geprüft werden.
  • Immer mehr Unternehmen erwägen aufgrund der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus weltweite Reiseverbote. Noch deutlicher sind die Zahlen für Länder, in denen das Risiko einer Ansteckung als besonders hoch eingeschätzt wird: So erlauben rund 85 Prozent der 123 in der jüngsten VDR-Mitgliederumfrage befragten Unternehmen keine Geschäftsreisen mehr nach China, knapp 60 Prozent haben für Italien ein Reiseverbot verhängt. 
  • Hinzu kommen Reisebeschränkungen für ganze Regionen, die auch Umsteigeflüge ausschließen, sofern der Transfer in einem ausgewiesenen Risikogebiet stattfindet.
  • Präsenzmeetings und Veranstaltungen in den von der Krise am stärksten betroffenen Ländern mit einer individuell definierten Teilnehmerzahl müssen in vielen Firmen bis auf Weiteres vermieden werden. Ausnahmen gelten meist für besonders wichtige Meetings, die der Sicherheit oder der Aufrechterhaltung des Geschäfts dienen. Ob und wann ein Meeting stattfindet, liegt grundsätzlich im Ermessen des Unternehmens. 
  • Firmeninterne Meetings kommen zunehmend auf den Prüfstand. Schulungen, Seminare und Meetings werden zum Teil abgesagt, verschoben oder durch virtuelle Kommunikation ersetzt. 
  • Es gibt Unternehmen, die (noch) keine klaren Verbote ausgesprochen haben und Reisen nach wie vor uneingeschränkt erlauben. In diesen Fällen sind die Mitarbeiter jedoch angehalten, selbstständig und in Abstimmung mit den jeweiligen Vorgesetzten zu entscheiden, ob eine Reise notwendig ist oder ggf. durch eine Telefonkonferenz ersetzt werden kann. 
  • Vielfach werden Mitarbeiter ermutigt, sich auch bei privaten Reisen in Risikogebiete entsprechend verantwortungsbewusst zu verhalten und ggf. eine häusliche Quarantäne nach Urlaubsreisen einzuhalten. 

Externe Besucher und Lieferanten

  • Einige Unternehmen vermeiden derzeit nicht zwingend erforderliche Besuche externer Partner oder Gäste aus den vom RKI definierten Risikogebieten. Ausnahmen gibt es oftmals für externe Berater und Vertragsfirmen, die auf regelmäßiger Basis für die Unternehmen tätig sind. 
  • Lieferungen von Zulieferern an Firmenstandorte werden in der Regel wie gewohnt durchgeführt. Einige Unternehmen erwägen jedoch zusätzliche Sicherheits- und Schutzmaßnahmen, z. B. an Werkstoren und am Wareneingang. 

Wir sind uns bewusst, dass viele Firmen derzeit vor der großen Herausforderung stehen, die wirtschaftliche Notwendigkeit einer Geschäftsreise gegen das potenzielle Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus abzuwägen. Sie müssen präventive Vorkehrungen verantwortungsbewusst und mit Augenmaß treffen, um Mitarbeiter vor einer unkalkulierbaren Gefahr zu schützen und gleichzeitig den finanziellen Schaden für die Unternehmen begrenzen. Ob und wohin Reisen stattfinden, liegt grundsätzlich im Ermessen der Firma. Wir als Verband raten Ihnen, sich bei Unsicherheiten – auch aufgrund der teilweise sehr emotionalisierenden und verunsichernden medialen Nachrichtenlage – an den länderspezifischen Hinweisen des Auswärtigen Amtes sowie den tagesaktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu orientieren.

Sollten Sie weitere Information mit uns oder Ihren FachkollegInnen teilen wollen, nutzen Sie gerne auch unser >>Diskussionsforum auf der VDR-Website oder kontaktieren Sie uns. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Bleiben Sie sicher und gesund!

Freundliche Grüße
Marijke Pfundstein
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