Einschätzung des VDR-Fachausschusses Sicherheit zur aktuellen Lage in der Türkei

21.07.2017 / Mitgliederinformation, Sicherheit, Allgemeines

Verschärfte Reisehinweise sind politisches Signal / Unternehmen können Vorsichtsmaßnahmen treffen

Der VDR rät Unternehmen und ihren Reisenden vorerst, als Vorsichtsmaßnahme Ihre maschinenlesbaren Reisepässe für die Einreise mitzuführen und sicherzustellen, dass diese über die geplante Ausreise hinaus gültig sind. Bestehen Sicherheitsbedenken, können Sie bzw. Ihre Reisenden sich außerdem, so wie für jedes andere Reiseziel, in eine Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amtes eintragen lassen. Ob in Zukunft Änderungen bei den Reisebestimmungen erfolgen, hängt davon ab, wie sich die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei in den kommenden Wochen und Monaten entwickeln werden.

Der VDR rechnet kurzfristig nicht mit spürbaren Konsequenzen für geschäftliche Reisen in die Türkei. Die Erklärung des Bundesaußenministers vom 20. Juli 2017 sollte zunächst vor dem gesamten politischen Hintergrund betrachtet werden. Die gewählte Rhetorik dient als Druckmittel in einer seit längerem schwelenden diplomatischen Auseinandersetzung beider Länder. Oberstes Ziel der Bundesregierung dürfte es sein, ein politisches Signal in Richtung Türkei zu senden. Eine gute wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei liegt nach wie vor in beiderseitigem Interesse.