Schnellbahnstrecke, Flexticket, BahnBusiness Portal – die Bahn im Dialog mit Travel Managern

04.12.2017 / Bahn

Mit Tempo 300 geht es ab Dezember von München nach Berlin. Das war nur eine der Neuerungen und sicherlich das Highlight der DB Produkt- und Technologietage in Zusammenarbeit mit dem VDR. Aber auch in vielen anderen Themen hat die Bahn mächtig Fahrt aufgenommen: Neues Flexticket, Weiterentwicklungen der bahn.business Geschäftskundenportale und des DB Navigators.

Ab 10. Dezember geht es in unter vier Stunden von München nach Berlin. Damit hat die Bahn sicherlich die Nase vorn im Verkehrsträgervergleich. Im gleichen Atemzug bedeutet dies den größten Fahrplanwechsel der DB Geschichte, denn deutschlandweit müssen viele Strecken angepasst werden. Nach Schätzungen der DB sollen sich die Fahrgastzahlen auf dieser Strecke auf 3,5 Mio. jährlich verdoppeln und damit sich die Gäste an Bord auch wohlfühlen sorgt die zusätzliche Serviceoffensive mit der Modernisierung der Flotte. Ab Dezember nimmt der neue ICE4 seinen Regelbetrieb auf den Strecken Hamburg Stuttgart und Hamburg München auf.

Für internationale Zugreisende werden sich die Reisezeiten ebenfalls optimieren und das W-LAN Angebot wird ausgebaut. Die DB Lounges werden bis 2020 alle modernisiert und nach dem Vorbild in Nürnberg umgebaut, dafür nimmt die Bahn mehrere Millionen Euro in die Hand.

Der neue Flexpreis Business 1. Klasse wird ab 10. Dezember allen Reisenden in den Buchungskanälen angeboten. Die Gültigkeit ist einen Tag vor und 7 Tage nach dem ausgewählten Reisetag und es kann bis zu 6 Monate nach dem letzten Geltungstag kostenlos umgetauscht oder erstattet werden. Die Sitzplatzreservierung ist in diesen Tarif inkludiert. Firmenkunden müssen sich auf eine durchschnittliche Preissteigerung von sieben Euro für den Flexpreis Business einstellen. Der Flexpreis ist für den Travel Manager nicht neu, erst wurde dieser quasi „heimlich“ abgeschafft und kommt nun mit einem Preisaufschlag und etwas anderen Konditionen wieder auf den Markt. Eine Forderung kam sehr deutlich zum Tragen: der Travel Manger möchte egal über welchen Kanal er bucht selbst bestimmen, welche (Flex)Preise er seinen Reisenden anbietet und sichtbar macht.Der neue Flexpreis Business kann bei Nutzung der bahneigenen Vertreibsplattform BIBE in der Buchungsmaske nicht ausgeblendet werden.

Nach dem Mittagessen ging es innovativ weiter. Die Bahn stellte Ihre Netzwerkinitiative für moderne Mitarbeitermobilität vor. „Driversity“ nennt sich das Projekt, welches gemeinsam mit Unternehmen aller Branchen und Bereiche sowie der Hochschule Heilbronn und der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP) durchgeführt wird. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt in 2 Jahren ein marktreifes Produkt zu entwickeln, welches die Mitarbeitermobilität revolutioniert – wie dieses Produkt genau aussehen wird, ist komplett offen und wird sukzessive mithilfe vielfältiger Arbeitsgruppen entwickelt und zusammengeführt.

Auch die bahn.business Geschäftskundenportale haben Neuerungen erfahren. So ist seit Oktober 2017 der BahnCard Business-Service für Selbstbucher integriert und jeder Bucher kann selbst seine Daten verwalten und die BahnCard Business nun auch im DB Navigator mit Firmenkunden-Login hinterlegen.

Der DB Navigator wird sukzessive für die Buchung von Tickets der Verkehrsverbünde ausgebaut, welches eine nahtlose Weiterreise vom Fern- in den Nahverkehr begünstigt.

Große Zukunftsmusik gibt es auch hinsichtlich der Ticketkontrolle im Zug. Diese entfällt teilweise durch einen neuen Komfort Check-in. Auf ausgewählten Strecken wird dieser neue digitale Service für Reisende mit Handy-Tickets mit Sitzplatzreservierung zur Zeit getestet und soll ab 2018 sukzessive gestartet werden.

Zum Abschluss wurden die Teilnehmer in Workshop-Gruppen eingeteilt. Dabei ging es im Dialog z.B. um die Anforderungen seitens der Firmenkunden für einen möglichen FlexBusiness 2. Klasse Tarif, der hier und da durchaus kritisch gesehen wurde. Beim Workshop Benutzerprofile in Firmenkundenportalen wurden Anforderungen der Geschäftskunden gegenüber der DB vorgebracht.

Diesen Austausch fördert der VDR-Fachausschuss Bahn und Fernbus intensiv, auch in allen Präsenzmeetings treten wir in den Dialog mit der Deutschen Bahn. Wenn auch Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf oder bringen Sie sich gerne auch aktiv in unsere Ausschussarbeit ein. Ansprechpartner: Sandra Jahn (jahn@vdr-service.de, 069 69522927)

Alle Details erhalten Sie in den Präsentationen der DB unter: https://www.bahn.de/micro/view/bahnbusiness-technologietag/index.shtml