Stillstand ist Rückschritt: VDR-Präsident Dirk Gerdom appelliert an Verantwortung

09.01.2018 / Allgemeines

Neujahrsbotschaft an die Verbandsmitglieder nimmt Politik in die Pflicht

Kaum ein zweiter Begriff fällt in den Medien derzeit so oft, wie der Begriff der „Verantwortung“. Wir alle tragen mehr oder weniger große Verantwortung, privat wie beruflich. Als Eltern für unsere Kinder, als Vorgesetzte für unsere Mitarbeiter, als Mobilitätsmanager für unsere Geschäftsreisenden und als Bürger für die Gesellschaft, in der wir leben. Gerade im Hinblick auf die aktuelle politische Situation in unserem Land fordern Wirtschaft, Verbände und andere gesellschaftliche Interessengruppen von der Politik, ihrer Verantwortung für den europäischen Wirtschaftsmotor Deutschland endlich gerecht zu werden. Seit mehr als 100 Tagen ist Deutschland bereits ohne gewählte Regierung mit einer sie tragenden parlamentarischen Mehrheit.   

Auch wir als VDR appellieren an die handelnden Personen, diesen gefährlichen Stillstand schnellstmöglich aufzulösen und sich mit voller Kraft den alten und neuen Herausforderungen unserer Zeit zu stellen. Unsere Welt befindet sich in einem rasanten Wandel, der sich inzwischen auch auf unser gesellschaftliches Zusammenleben auswirkt. Das Ergebnis der letzten Bundestagswahl hat uns vor Augen geführt, womit wir uns künftig auseinandersetzen müssen: Neue politische Konstellationen, ein erweitertes Parteienspektrum und ein öffentliches Meinungsbild, das an seinen Rändern immer radikaler wird. Angesichts wachsender Unzufriedenheit und Spannungen in unserem Land braucht es positive Signale, die Stabilität, Mut und Zuversicht aussenden.  

Ein erster Schritt ist getan: Nach den gescheiterten „Jamaika“-Verhandlungen haben nun am vergangenen Wochenende CDU/CSU und SPD erste Sondierungsgespräche über eine Neuauflage der Großen Koalition aufgenommen. Unsere rund 550 VDR-Mitgliedsunternehmen dürften den kommenden Wochen mit großer Spannung, aber auch mit einigen Sorgen entgegenblicken. Der Wirtschaftsstandort Deutschland steht vor Weichen, die ohne entsprechende Investitionen nicht in Richtung Zukunft gestellt werden können. Dazu bedarf es jedoch einer starken und handlungsfähigen Regierung. Unsere politischen Kernforderungen bleiben auch vier Monate nach der Bundestagswahl dieselben: Themen wie Bürokratieabbau, die Verbesserung der digitalen Infrastruktur oder der Abbau steuerrechtlicher Hürden müssen auf die Agenda, um die Rahmenbedingungen geschäftlicher Mobilität nachhaltig zu verbessern.  

Auch im vergangenen Jahr haben wir mit vereinten Kräften wieder Vieles in diese Richtung unternommen. Im VDR-JAHRbuch 2017, das wir Ihnen vor Weihnachten per E-Mail zugesandt haben, können Sie alle Aktionen und Maßnahmen noch einmal Revue passieren lassen.  

Stillstand ist Rückschritt. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinen Präsidiumskollegen und allen ehrenamtlich Engagierten sowie den Sponsoren, Partnern und Freunden des VDR den Verband auch in diesem Jahr mit dem nötigen Mut, der nötigen Zuversicht und Entschlossenheit weiter voran zu bringen. Es gibt Einiges zu tun und auch im Kleinen lässt sich Vieles  zum Positiven verändern – packen wir es an!  

Herzlichst im Namen des gesamten VDR-Präsidiums
Dirk Gerdom
VDR-Präsident 

 

Ralph Rettig (Vize-Präsident)
Christoph Carnier
Inge Pirner
Daniela Schade
Bernd Schulz
Hans-Ingo Biehl (Hauptgeschäftsführer)