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VDR plädiert im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages für mehr Investitionen und höheres Tempo bei der Digitalisierung

Geschäftsreiseverband sieht Handlungsbedarf bei Verkehrsinfrastruktur, A1-Bescheinigung und Bürokratieabbau. Pirner spricht mit Staatsministerin Dorothee Bär. Bundes- und Europapolitik, Pressemitteilung
VDR plädiert im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages für mehr Investitionen und höheres Tempo bei der Digitalisierung VDR-Service GmbH

Der Verband Deutsches Reisemanagement e. V. (VDR) hat gestern vor dem Tourismusausschuss des Deutschen Bundestages auf die immense Bedeutung geschäftlicher Mobilität für den Wirtschaftsstandort Deutschland hingewiesen und schnelle Fortschritte beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, bei der Digitalisierung und beim Bürokratieabbau gefordert.

Der neue VDR-Präsident Christoph Carnier, Hauptgeschäftsführer Hans-Ingo Biehl und Hauptstadtrepräsentant Dr. Hubert Koch formulierten gegenüber den Ausschussmitgliedern klaren Handlungsbedarf: „Eine moderne Verkehrswende, die nachhaltigen, digitalen und bedarfsgerechten Anforderungen entspricht, ist nicht nur für Geschäfts- und Tourismusreisen von großer Bedeutung, es ist auch ein Gebot der Stunde. Ein attraktives Reiseland und bedeutender Wirtschaftsstandort wie Deutschland braucht eine vernetzte, leistungsfähige und zuverlässig funktionierende Verkehrsinfrastruktur – auf der Schiene, der Straße und in der Luft“, sagte Carnier.

Flugverspätungen: Image Deutschlands leidet

Die Probleme der vergangenen Monate im deutschen Luftverkehr wie lange Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen, Flugverspätungen und -ausfälle führten dazu, dass Geschäftstermine nicht oder nur verspätet wahrgenommen werden können. Auch im Bereich Tourismus hat das Renommee Deutschlands wegen der Ausfälle und Verspätungen gelitten. „Ziel muss sein, die Wartezeit an den Sicherheitskontrollstellen auf maximal 15 Minuten zu begrenzen. Dazu bedarf es reibungsloser und effektiver Luftsicherheitskontrollen durch den Einsatz zeitgemäßer Technologien und ausreichenden Personals. Zudem müssen das Flugverkehrsmanagement verbessert und die Flugsicherungsdienste dringend umgebaut werden, um die Integration des europäischen Luftraums zu erreichen“, so Carnier.

Intermodalität und Innovation fördern

Moderne Verkehrskonzepte beinhalten die Möglichkeit eines nahtlosen Wechsels zwischen   Verkehrsträgern und fördern den innovativen Einsatz neuer Mobilitätslösungen und -plattformen. Die nahtlose ökonomische Nutzung verschiedener Verkehrsträger ist in Deutschland durch unterschiedliche Auswahl-, Buchungs-, Bezahl- und Ticketprozesse stark eingeschränkt. „Wir müssen die Einzelinteressen von Verkehrsverbünden und Anbietern im Schienenverkehr und in der Luft überwinden und einheitliche Buchungs-, Bezahl- und Ticketprozesse implementieren. Ziel muss es sein, ein Ticket für alle Verkehrsmittel nutzen zu können“, sagte Carnier.

Chancen der Digitalisierung nutzen und Bürokratie abbauen

Digitalisierung fördert die geschäftliche Mobilität deutscher Unternehmen. Digitale Buchungs- und Abrechnungsprozesse sowie Echtzeit-Verfügbarkeiten von Beförderungs- und Hotelangeboten zahlen ein in die Mitarbeitermobilität und damit in die Produktivität der deutschen Wirtschaft. Das gilt auch für die Unternehmen der Tourismusbranche in Deutschland. Bürokratiearme Rahmenbedingungen sparen Kosten und Zeit – Unternehmen und Reisende profitieren gleichermaßen. „Wir fordern deshalb schon lange, die Chancen der Digitalisierung auch zum Bürokratieabbau zu nutzen: Eine digital transformierte Wirtschaft braucht eine passende Administrative. Hierzu gehören die Einführung eines digitalen Meldescheins, neue gesetzliche Regelungen zur digitalen Belegführung und ein einheitlicher Mehrwertsteuersatz in der Hotellerie – ohne Kostennachteile für vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen“, so Carnier.

Der VDR-Präsident forderte vor dem Ausschuss zudem, die A1-Bescheinigung für Dienstreisen ins EU-Ausland abzuschaffen. Die EU-Entsenderichtlinien stellten Unternehmen vor immense organisatorische Probleme und verursachten zum Teil hohe Kosten. Die aktuell nicht eindeutige Position des Europäischen Rates bezüglich einer möglichen Abschaffung verunsichere die Unternehmen zusätzlich.

VDR-Vizepräsidentin Pirner spricht mit Dorothee Bär über verlässliche Mobilität

Bei einem weiteren Gesprächstermin im Bundeskanzleramt überreichte VDR-Vizepräsidentin Inge Pirner der CSU-Politikern Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, das Positionspapier des VDR mit Maßnahmen zur Attraktivität und Verlässlichkeit verkehrsmittelübergreifender geschäftlicher Mobilität.
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René Vorspohl | VDR
René VorspohlPR & Kommunikation | Pressesprecher

Verena Pingel | VDR
Verena PingelReferentin Digitale Medien