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VDR auf der ITB Berlin 2026: Travel Management ist Chefsache, keine Nebensache

Warten am Bahnhof | Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR)

Drei Tage ITB, ein klares Signal: In einer Welt voller Unsicherheiten brauchen Unternehmen professionelle Strukturen für das Geschäftsreisemanagement.

Die ITB Berlin hat in ihrem 60. Jubiläumsjahr eindrucksvoll bewiesen, dass internationale Vernetzung auch in Krisenzeiten funktioniert – und sogar unverzichtbar ist. Denn trotz eingeschränkter Flugverbindungen infolge der angespannten Lage im Nahen Osten lagen die Besucherzahlen mit rund 97.000 Fachbesuchern nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Vom 3. bis 5. März nutzten Entscheiderinnen und Entscheider das „Home of Business Travel“ des Verbands Deutsches Reisemanagement (VDR) als zentralen Treffpunkt. Die Gespräche drehten sich um die Weiterentwicklung des Travel Managements hinzu ganzheitlicher Mobilität, den Einsatz neuer Technologien und Künstlicher Intelligenz sowie darum, wie sich Buchungswege und der Direktvertrieb der Airlines künftig auf Unternehmen und Travel Manager auswirken. Aber natürlich ging es auch immer wieder um dieselbe Frage: Wie schützen Unternehmen ihre Mitarbeitenden in einer Welt, die immer unberechenbarer wird? Die Antwort des VDR ist eindeutig: Nur mit professionellem Travel Management – und nicht, wenn diese Aufgabe im Unternehmen „nebenbei“ erledigt wird.

„Unternehmen müssen jederzeit wissen, wo sich ihre Mitarbeitenden aufhalten, und sie im Ernstfall schnell und sicher nach Hause holen können“, sagt VDR‑Präsident Christoph Carnier. „Die geopolitische Lage führt uns vor Augen: Fürsorgepflicht ist kein Randthema. Sie gehört ins Zentrum verantwortungsvoller Unternehmensführung.“

Carnier beschreibt eine sich wandelnde Risikolandschaft: Krisen hat es immer schon gegeben, doch die Intensität, mit der sie auftreten, hat eine neue Dimension erreicht. Geopolitische Spannungen, lokale Instabilität, Naturkatastrophen und Cyberrisiken treffen Unternehmen mit einer Geschwindigkeit, die viele unterschätzen. Entscheidend sei es, zwischen Hintergrundrauschen und echten Warnsignalen zu unterscheiden. „Wer das nicht beherrscht, verliert im Ernstfall wertvolle Zeit“, so Carnier.

Reisesicherheit braucht Expertise statt Improvisation

Der Aufgabenbereich eines Travel Managers war noch nie so komplex wie heute. Globale Sicherheitslagen, technologische Entwicklungen, regulatorische Anforderungen und die Erwartung schneller Reaktionsfähigkeit verlangen ein hohes Maß an Fachwissen und strukturierter Vorbereitung. Gleichzeitig wird diese Komplexität in vielen Unternehmen nicht vollständig erkannt. Der VDR beobachtet, dass die Verantwortung für Travel Management zunehmend in Fachbereichen verankert wird, für die diese Themen lediglich eine zusätzliche Aufgabe neben dem Kerngeschäft darstellen.

„Diese Verschiebung birgt erhebliche Risiken“, warnt Carnier. „Reisesicherheit ist kein administrativer Prozess. Sie beginnt bei strukturierten Risikoanalysen vor jeder Reise, umfasst differenzierte Briefings für erfahrene und unerfahrene Reisende, den Einsatz moderner Technologien sowie verlässliche Partner für Monitoring und Frühwarnsysteme – und reicht bis zu klaren Abläufen für Krisenreaktion und psychologische Nachsorge.“

Dabei ist Travel Management in Krisenszenarien nie allein. Security, HR, Kommunikation, Rechtsabteilung – viele Bereiche sind gleichzeitig gefordert. Umso wichtiger ist eine funktionierende Prozesskette, in der jede Abteilung ihre Rolle kennt und im Ernstfall ohne Reibungsverluste handeln kann. „Professionelles Travel Management bedeutet auch, diese Schnittstellen zu gestalten und sicherzustellen, dass alle Beteiligten vorbereitet sind", betont Carnier.

Die Botschaft ist unmissverständlich: Professionelles Travel Management geht weit über Buchungsprozesse hinaus. Es ist eine strategische Aufgabe mit unmittelbarer Relevanz für die Sicherheit von Menschen.

Jubiläumsmesse mit Signal: Präsenz trotz Krise

Dass die ITB in ihrem 60. Jahr trotz geopolitischer Widrigkeiten nahezu die Besucherzahlen des Vorjahres erreichte und rund 90 Prozent der Teilnehmer angaben, die Messe erneut besuchen zu wollen, ist für den VDR mehr als eine Statistik. „Es ist ein Beleg dafür, dass persönliche Begegnung gerade dann an Bedeutung gewinnt, wenn die Welt komplizierter wird“, sagt VDR-Geschäftsführer Jens Schließmann.

In Halle 7.2c präsentierte der VDR gemeinsam mit 18 Partnern die Bandbreite des Geschäftsreise-Ökosystems – von Travel Management Companies über Mobilitätsanbieter bis hin zu Technologieunternehmen. „Das Home of Business Travel ist unser Herzstück auf der ITB“, sagt Schließmann. „Hier wird sichtbar, wie leistungsfähig und vernetzt unsere Branche ist, wie zentral Geschäftsreisen für Wertschöpfung und internationale Zusammenarbeit sind und welchen Beitrag sie als tragende Säule der Tourismuswirtschaft leisten.“

Business Travel Track: Zukunftsthemen der geschäftlichen Mobilität

Der ITB Berlin Kongress unterstrich mit rund 200 Sessions seine Rolle als zentrales Wissensforum der Branche. Geopolitische Risiken, Klimafragen, wirtschaftliche Unsicherheiten, aber auch technologische Innovationen und datenbasierte Entscheidungsprozesse standen im Mittelpunkt. Ein Themenmix, der zeigt: Die Tourismuswirtschaft stellt sich den großen Fragen der Zeit.

Der VDR war mit dem Business Travel Track ein inhaltlich prägender Teil dieses Diskurses. Unter dem Leitmotiv „Leading Tourism into Balance“ diskutierten Expertinnen und Experten zentrale Zukunftsfragen der geschäftlichen Mobilität. Die Sessions beleuchteten ein breites Spektrum an Themen:

Alle Programmpunkte des "Business Travel Track" sind auf dem YouTube-Kanal der ITB zu finden. Sie können über die jeweiligen Links aufgerufen werden.

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