Bei einer öffentlichen Anhörung des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages am 3. Dezember 2025 betonte VDR-Präsident Christoph Carnier die zentrale wirtschaftliche Bedeutung von Geschäftsreisen und die Dringlichkeit verbesserter politischer und infrastruktureller Rahmenbedingungen.
Carnier verwies auf die aktuelle VDR-Geschäftsreiseanalyse 2025, die über 107 Millionen Geschäftsreisen pro Jahr in Deutschland verzeichnet. Unternehmen gäben jährlich mehr als 47 Milliarden Euro für geschäftlich motivierte Mobilität aus und leisteten damit einen maßgeblichen Beitrag zu Wertschöpfung, Beschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit sowie zu Export und Innovation.
Um diese positive Wirkung langfristig zu sichern, müsse die Politik laut Carnier gezielt dafür sorgen, dass Deutschland auch künftig als internationaler Geschäftsreisestandort attraktiv bleibe. Insbesondere steigende Kosten, organisatorische Hürden, Visumsverzögerungen und zunehmende logistische Komplexität erschwerten derzeit die Planung und Durchführung von Geschäftsreisen. Carnier warnte, dass diese Faktoren zu einer Verlagerung großer Messen und Kongresse ins Ausland führen könnten, wenn keine Entlastung erfolge. „Es gilt, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Standort zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern“, so Carnier.
Auch weitere Sachverständige – darunter Matthias Schultze (German Convention Bureau), Jörn Holtmeier (AUMA) und Jakob Reitinger (Regensburg Tourismus GmbH) – forderten Investitionen in verlässliche Infrastruktur, eine leistungsfähige Digitalisierung und schnellere Visumverfahren, um Deutschland als führenden Tagungs- und Geschäftsreisestandort zu erhalten.
Die vollständige Stellungnahme des VDR zur Anhörung finden Sie hier: https://www.vdr-service.de/positionen. Die Aufzeichnung
Die Aufzeichnung finden Sie hier beim Deutschen Bundestag.


