Investition in klimaneutrales Fliegen

Wichtiger Schritt in Richtung emissionsfreie Mobilität bei Siemens

Es ist durchaus möglich, Geschäftsreisen nachhaltig zu planen und durchzuführen – aber wie? Das Siemens Travel Management hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit einem umfassenden Aktionsprogramm aktiv zur Erreichung der Siemens-Klimaziele 2030 beizutragen. Von der Anmietung von Elektroautos über die Reduzierung des CO2-Ausstoßes beim Fliegen bis hin zur Übernachtung in besonders nachhaltigen Hotels: Siemens Travel Management setzt gezielt Maßnahmen um, die nachhaltiges Reisen möglich machen. Mit dem SAF*-Pilotprojekt nimmt Siemens eine Vorreiterrolle bei klimaneutralen Flugreisen ein. Wie, das zeigt dieser Business Case ausführlich:

Nachhaltige Flugreisen – ist das überhaupt möglich?
Mit der Teilnahme am Air France-KLM Corporate SAF (Sustainable Aviation Fuel) Program unterstreicht Siemens sein Engagement zur Reduzierung von CO2-Emissionen. Siemens nutzt die Chance, in "grünes" Kerosin zu investieren und damit einen Beitrag zur Schaffung einer nachhaltigen Flugkraftstoffindustrie und zur Umweltverträglichkeit des Flugverkehrs zu leisten. Damit leistet das Unternehmen schon heute einen aktiven und wegweisenden Beitrag für die Zukunft der grünen Luftfahrt.

Unternehmen

Siemens

Kategorien

Vermeiden, Kompensieren

Ausrichtung

Intern: In Richtung Mitarbeiter informieren / Interesse wecken / Awareness schaffen

Extern: in Richtung Bewerber: Arbeitgeberattraktivität erhöhen

Das Kerosin der Zukunft
SAF steht für nachhaltige Flugkraftstoffe, die für die Energiewende in der Luftfahrtindustrie unverzichtbar sind und eine echte Alternative zum fossilen Kerosin darstellen. Im Gegensatz zu anderen alternativen Antriebstechnologien wie Wasserstoff sind nachhaltige Flugkraftstoffe bereits heute im Einsatz. Sie können derzeit aus Altöl, Abfallprodukten und Restholzprodukten hergestellt und dem regulären Flugbenzin beigemischt werden, ohne dass die Triebwerke verändert werden müssen. Durch ihren Einsatz können die Emissionen im Vergleich zu herkömmlichem Treibstoff um mehr als 85 Prozent gesenkt werden.

Pilotprojekt mit Vorbildcharakter
Als Kunde von Air France und KLM hat Siemens einen jährlichen Beitrag festgelegt, den das Unternehmen für das SAF-Programm auf der Grundlage einer Schätzung der mit Geschäftsreisen verbundenen CO2-Emissionen aufwenden möchte. Die beiden Pilotstrecken – Nürnberg nach Paris, Nürnberg nach Amsterdam und umgekehrt – werden von Air France-KLM bedient. Auf jedes Ticket dieser Strecken zahlt Siemens einen Aufschlag, den die Fluggesellschaft in die Beschaffung, Nutzung und Weiterentwicklung von SAF investiert. Und dieser Aufpreis ist so hoch, dass der Flug theoretisch klimaneutral wäre. Allerdings ist die Nachfrage nach SAF derzeit größer als die jährliche Menge, die produziert und zur Verfügung gestellt werden kann. Doch je mehr Unternehmen sich an dem Programm beteiligen, desto mehr SAF wird produziert werden. Deshalb hat das Engagement von Siemens auch einen symbolischen Wert und weist den Weg in die klimaneutrale Luftfahrt der Zukunft. Auch im Lufthansa-Konzern wird das SAF-Programm weiter ausgebaut und Siemens wird zu den ersten Kunden gehören, die dafür in Frage kommen.

Aktive Beteiligung durch Nachhaltigkeitsstrategie
Der Beitritt zum SAF-Programm ist ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Ziele gemäß dem Nachhaltigkeits-Rahmenwerk DEGREE. Eine weitere Maßnahme, die in diesem Bereich bereits ergriffen wird, ist die Kompensation. Die durch Dienstreisen entstehenden CO2-Emissionen werden auf europäischer Ebene durch das Programm mit Lufthansa kompensiert. Seit dem 1. September fliegen Siemens-Mitarbeiter klimaneutral, denn der Lufthansa-Konzern kompensiert die CO2-Emissionen jedes Fluges auf Kurz- und Mittelstrecken. Im Gegensatz zum Einsatz von SAF werden bei diesem Ansatz die Emissionen nach der Reise kompensiert. Mit dem Programm werden Projekte gefördert, die strenge Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen (Gold Standard"). Die Gold-Standard-Zertifizierung setzt die höchstmöglichen Standards für die positive Wirkung von Klima- und anderen Projekten. Dazu gehören zum Beispiel Projekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Wasserqualität, Biogas und (Wieder-)Aufforstung. Die Klimaziele der Siemens-Nachhaltigkeitsstrategie geben hier den Takt vor. Um hier mithalten zu können, ist es unerlässlich, schon jetzt in zukunftsweisende Technologien zu investieren.

Umweltbewusste Dienstreisepolitik bei Siemens
Die Pandemie hat uns gelehrt, dass wir den Bedarf an Flugreisen reduzieren können, indem wir zum Beispiel interne Meetings virtuell abhalten. Für unbedingt notwendige Geschäftsreisen bietet die SAF jedoch eine sinnvolle Möglichkeit zur Vermeidung von CO₂-Emissionen. Das Siemens Travel Management hat hier eine Vorreiterrolle übernommen und zeigt, wie wichtig es ist, in neue Technologien zu investieren und sie voranzutreiben, damit sie eines Tages eine echte Alternative darstellen.