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Wegweiser Nachhaltigkeit

Standortbestimmung / Stakeholder

Zunächst ist es wichtig zu wissen, wo Ihr Unternehmen aktuell im Bereich Nachhaltigkeit steht. Gibt es einen Nachhaltigkeitsbeauftragten im Unternehmen und welche Abteilungen arbeiten bereits an welchen Themen? Unternehmensbereiche können die folgenden sein:

  • Nachhaltigkeitsbeauftragte: Diese Personen sind für die Ausarbeitung, Entwicklung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien im Unternehmen verantwortlich.
  • Management: Die Unternehmensführung muss die strategischen Entscheidungen treffen und die Ressourcen bereitstellen.
  • Travel Management: Diese Abteilung ist strategisch für die Planung und Organisation von Geschäftsreisen verantwortlich und muss die neuen Richtlinien implementieren.
  • Mitarbeiter: Alle Mitarbeiter, die reisen, sind direkt betroffen, da sie sich an die neuen Richtlinien halten müssen.
  • Finanzabteilung: Sie ist für die Budgetierung und Kostenkontrolle zuständig und muss die finanziellen Auswirkungen des CO2-Budgets berücksichtigen.
  • IT-Abteilung: Sie wird benötigt, um Systeme zur Überwachung und Berichterstattung des CO2-Budgets zu implementieren, eine nachhaltige Datenspeicherung sicherzustellen und die entsprechende technische Ausstattung für Videokonferenzen bereitzustellen und idealerweise eine durchgängige Verarbeitung von Nachhaltigkeitskennzahlen in den Prozessen des Unternehmens zu gewährleisten.
  • Einkaufsabteilung: Diese Abteilung spielt bei der Auswahl von Reiseanbietern und -dienstleistungen, die umweltfreundlicher sind, eine Rolle.
  • Kommunikationsabteilung: Sie ist für die interne und externe Kommunikation der neuen Richtlinien und Nachhaltigkeitsstrategie verantwortlich.
  • Rechtsabteilung: Diese stellt sicher, dass alle neuen Richtlinien den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.

 

 

Analyse

Um nachhaltige Entscheidungen treffen zu können, ist eine Bestandsaufnahme notwendig. Legen Sie einen Turnus fest, damit Sie Entscheidungen immer wieder auf Plausibilität und Machbarkeit hin überprüfen. In den kommenden Jahren werden sich gesetzliche, technische und ökologische Gegebenheiten immer weiter verändern und die Ausgangslage verschieben. Bleiben Sie flexibel.

Helfen können diese Fragen:

  • Gibt es bereits Vorgaben / Ziele / Grundsätze im Unternehmen?
  • Wohin reisen wir? International, EU, innerdeutsch? Wie ist die Verteilung?
  • Warum sind wir unterwegs? Reiseanlass? Kundentermine – Vertrieb? Technische Notfälle? Intern oder extern veranlasste Reisen? Mehrwert/Effekt der Reise für das Unternehmen?
  • Wer ist unterwegs? – Vertrieb, Geschäftsführung, Techniker etc.  
  • Wie sind wir unterwegs? – Flugzeug, Bahn, Mietwagen? Firmenwagen, Poolfahrzeuge?
  • Mit wem sind wir unterwegs? – Welche Fluggesellschaft etc.?  
  • Wie oft reisen wir? Wie lang sind wir unterwegs?  
  • Wie fliegen wir – Economy, Business? Mit Zwischenlandung oder Direktflüge?
  • Welche Strecken werden zurückgelegt? Wieviel Kilometer werden mit dem Fahrzeug zurückgelegt?
  • Von wo aus starten unsere Reisenden? - Home-Office? Büro der Firma? Städte oder Vororte?
  • Wenn wichtige Fragen noch nicht durch die bestehenden Daten abgebildet werden können, was muss geändert werden, damit diese zukünftig ausgewertet werden können?

Beispiele

Unternehmen A findet heraus, dass 90% der Reisen innerhalb Deutschlands stattfinden. Es wird mit dem Flugzeug gereist. Da bereits viele im Home-Office arbeiten, muss geprüft werden, wo genau die Mitarbeiter arbeiten und ob die Vielflieger alternativ mit der Bahn fahren können. Eine Richtlinie für das Bahnfahren ist nur dann sinnvoll, wenn auch ein Bahnhof erreichbar ist. In diesem Zusammenhang gilt es zu prüfen, ob jede Reise notwendig ist und wenn nicht, wie Termine online kreativ und zielführend neu gedacht werden können.

Unternehmen B stellt fest, dass 50% der Flüge international in Business geflogen werden. Es werden die Richtlinien so überarbeitet, dass die Reisenden erst ab einer bestimmten Reisezeit einen Business Tarif buchen dürfen, um CO2 zu reduzieren. Die anderen 50% der europäischen Ziele werden hinsichtlich der Bahnanbindungen geprüft. Flüge von Düsseldorf nach Paris werden nun durch eine Zugfahrt ersetzt, da das Unternehmen in Düsseldorf ansässig ist.  

Unternehmen C stellt fest, dass im Durschnitt über alle Mietwagenanmietungen nur 200 Kilometer gefahren werden. Somit ist ein Ladevorgang unterwegs, der von vielen Reisenden als Herausforderung betrachtet wird, nicht notwendig ist. Daher nimmt das Unternehmen eine Ergänzung der Reiserichtlinie vor, dass bei Fahrten mit dem Mietwagen unter einer bestimmten Kilometeranzahl ein Elektrofahrzeug zu buchen ist.

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