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Bahn Business: Neues Rabattmodell ab 2028

schneller Zug | Bahn | Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR)

Die Deutsche Bahn stellt ihr Geschäftskundenprogramm Bahn Business zum 1. Januar 2028 auf ein neues Rabattmodell um. Für Unternehmen ist die Änderung bereits jetzt relevant: Der Sammelzeitraum, auf dessen Grundlage die Rabattstufe für 2028 ermittelt wird, beginnt schon am 1. Oktober 2026 und läuft bis zum 30. September 2027.

Unser Fachausschuss Ground Mobility wurde am 28. August vorab über das neue Konditionsmodell informiert und hat die Vor- und Nachteile aus Sicht der Unternehmenspraxis herausgearbeitet. Der VDR hat die bisherige und die künftige Rabattlogik zudem tabellarisch gegenübergestellt.

Das neue Modell hat Licht und Schatten

Positiv ist vor allem, dass der Sparpreis Business künftig nicht nur zum rabattrelevanten Umsatz zählt, sondern auch selbst rabattiert wird. Neu hinzu kommt außerdem ein Kontinuitätsrabatt von zwei Prozentpunkten, wenn der relevante Vorjahresumsatz erreicht oder übertroffen wird.

Auch die Kombination verschiedener Rabatte bleibt möglich: Zusatzrabatt, individueller Geschäftskundenrabatt und BahnCard-Business-Rabatte können weiterhin zusammenwirken. Bei entsprechendem Reisevolumen und rabattrelevantem Umsatz kann sich daraus ein attraktiver Gesamtrabatt ergeben.

Gleichzeitig verändert sich die Rabattlogik deutlich

Die Basis für den rabattrelevanten Umsatz wird enger. Während bislang DB-Tickets, Sitzplatzreservierungen und BahnCard-Käufe berücksichtigt wurden, zählen künftig nur noch Sparpreis Business und Flexpreis Business sowie integrierte Sitzplatzreservierungen.

Auch die Umsatzstufen verändern sich deutlich und reichen künftig bis zu einer Million Euro. Gleichzeitig unterscheidet die Bahn beim Basisrabatt zwischen 1. und 2. Klasse. Für die 1. Klasse gelten höhere Rabattsätze. Inklusive Kontinuitätsrabatt sind dort bis zu sieben Prozent möglich, in der 2. Klasse maximal 4,5 Prozent. Damit entsteht ein neuer Steuerungsanreiz zugunsten der 1. Klasse.

Für Unternehmen mit bereits hohem und stabilem Bahnreisevolumen kann das neue Modell weniger attraktiv sein, wenn sie überwiegend Tarife nutzen, die künftig nicht zum rabattrelevanten Umsatz zählen. Entscheidend wird stärker, wie hoch der rabattrelevante Umsatz ist und ob dieser gegenüber dem bisherigen Niveau stabil bleibt oder wächst.

Was sollten Travel Manager jetzt prüfen?

Wir empfehlen, die eigenen DB-Umsätze nach Tarifarten sowie 1. und 2. Klasse aufzuschlüsseln und zu prüfen,

  • welcher Anteil des heutigen Umsatzes unter dem neuen Modell tatsächlich rabattrelevant bleibt,
  • welche Rabattstufe voraussichtlich erreicht wird und ob der Kontinuitätsrabatt realistisch erreichbar ist,
  • ob sich daraus Anpassungen bei Reiserichtlinie, Tarifsteuerung oder Buchungslogik ergeben und
  • ob mögliche zusätzliche Rabatte den damit verbundenen Steuerungsaufwand und mögliche Mehrkosten durch eine veränderte Tarifnutzung rechtfertigen.

Damit Sie die Veränderungen im Detail nachvollziehen und die möglichen Auswirkungen auf Ihr Unternehmen prüfen können, haben wir das bisherige und das neue Bahn-Business-Rabattmodell tabellarisch gegenübergestellt.

VDR-Gegenüberstellung: Bahn Business – altes und neues Rabattmodell

Gegenüberstellung herunterladen

ThemaAltNeu ab 2028Änderung / Auswirkung
Umsatzstufen3.000 € | 25.000 € | 50.000 € | 100.000 € | 200.000 €0 € | 5.000 € | 100.000 € | 500.000 € 1.000.000 €Umsatzstufen werden deutlich verändert und reichen künftig
bis 1 Mio €.
RabattlogikEin Geschäftskundenrabatt abhängig vom jährlichen DB-UmsatzvolumenBasisrabatt abhängig von rabattrelevantem Umsatz und ReiseklasseNeue Differenzierung zwischen 1. und 2. Klasse.
Rabatt altab 3.000 €: 3,0 %
ab 25.000 €: 3,5 %
ab 50.000 €: 4,0 %
ab 100.000 €: 4,5 %
ab 200.000 €: 5,0 %
-Bisher maximal 5 % Geschäftskundenrabatt.
Basisrabatt 1. & 2. Klasse neu-

1. Klasse

0 €: 0 %
5.000 €: 2 %
100.000 €: 3 %
500.000 €: 4 %
1 Mio. €: 5 %

2. Klasse

0 €: 0 %
5.000 €: 1 %
100.000 €: 1,5 %
500.000 €: 2 %
1 Mio. €: 2,5 %

Höhere Umsatzstufen; Basisrabatt erreicht erst bei 1 Mio. € die bisherigen maximalen 5 %.  Basisrabatte liegen deutlich unter den bisherigen Rabattsätzen.
Kontinuitätsrabatt neu/+2 Prozentpunkte, wenn der rabattrelevante Vorjahresumsatz erreicht wird oder höher liegtNeuer zusätzlicher Rabattbaustein; abhängig von der Umsatzkontinuität.
Maximaler Rabatt inkl. Kontinuitätmax. 5 %1. Kl.: bis 7 % | 2. Kl.: bis 4,5 %1. Klasse kann stärker profitieren; 2. Klasse bleibt selbst im Maximum unter 5 %.
Rabattrelevanter UmsatzDB Tickets, Sitzplatzreservierungen, BahnCard-KäufeSparpreis Business und Flexpreis Business sowie integrierte SitzplatzreservierungenRabattrelevante Umsatzbasis wird enger.
Rabattfähiger UmsatzNur Flexpreis BusinessFlexpreis Business plus Sparpreis BusinessErweiterung auf Sparpreis Business.
1. vs. 2. KlasseEinheitlicher GeschäftskundenrabattDeutlich höhere Rabatte in der 1. KlasseNeuer Steuerungsanreiz zugunsten der 1. Klasse.
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Anne Dreesen | VDR
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Verena Pingel | VDR
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